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Thomas Binggeli im Interview.

Thomas Binggeli
14. Oktober 2019

 

Im Jahre 2009 lancierte der Visionär und Unternehmer Thomas «Thömu» Binggeli den Stromer V1, ein schnelles E-Bike mit neuem Design und im Unterrohr integriertem Akku. Der Startschuss für unsere Erfolgsgeschichte war gefallen. Wir haben uns mit dem Urvater und Erfinder sowie Verwaltungsratsmitglied von Stromer getroffen und ihn mit diversen Fragen konfrontiert.

 

10 Jahre sind es nun her als du den Stromer V1 entwickelt hast. Mit welchen Gefühlen blickst du auf die letzten 10 Jahre zurück?

Es erfüllt mich einfach nur mit grossem Stolz! Dank eines hochmotivierten Teams bestehend aus internen und externen Fachleuten, ist es uns gelungen, unsere Vision in die Realität umzusetzen. Nur so haben wir es geschafft, ein wichtiger Player im Markt der urbanen Mobilität zu werden.

Hätte dir jemand vor 10 Jahren gesagt, dass sich Stromer zu einer Weltmarke entwickeln würde, was hättest du ihm gesagt und warum?

Wir wussten von Anfang an, dass unser Bike nicht nur für den Schweizer Markt bestimmt war, sondern wir auch weltweit lancieren mussten, um Erfolg zu haben. Unsere Vision beinhaltete zwei Komponenten, die uns an den Markterfolg glauben liessen. Die erste Komponente war, dass wir das schnellste E-Bike auf einer Strecke von 2 bis 20 Kilometern entwickeln wollten. Die zweite war ganz einfach, wir wollten das beste E-Bike auf den Markt bringen. Beides ist uns aus meiner Sicht sehr gut gelungen.

Welches war der wichtigste Schritt vom ersten bis zu den aktuellem Stromer-Modellen?

Der Schritt zwischen den Modellen V1 und ST2 war ganz klar am wichtigsten. Aus unserem E-Bike wurde ein D-Bike. Wir machten unsere E-Bikes digital. Wir waren in der Lage, mit jedem einzelnen Bike via Internet zu kommunizieren, was damals sowie auch heute noch eine einzigartige Technologie darstellt.

Wie kamst du überhaupt auf die Idee, ein E-Bike zu entwickeln und hast du von Beginn an daran geglaubt, dass dein E-Bike auf dem Markt erfolgreich sein wird?

Schon als Kind eröffnete mir das Velo den Weg in die weite Welt, denn es war für mich ein Verkehrsmittel, dass mir das Leben massgeblich erleichterte. Ich war schon immer der Überzeugung, dass Bikes nicht nur als Sportgeräte für die Freizeit zu sehen sind, sondern auch als ernstzunehmende Verkehrsmittel. Daher war mir schon immer klar, dass ein schnelles, schönes und effizientes E-Bike auf dem Markt erfolgreich sein würde.

Was waren die grössten Hürden, die du bei der Entwicklung des Stromer V1 meistern musstest?

Das bauen von Velos war schon immer unsere Kernkompetenz. Bei der Entwicklung vom Stromer V1 kamen aber zwei völlig neue Elemente dazu. Die komplexe Elektronik und die Kommunikation mit dem Bike. Dank diesen zwei Hürden konnten wir viel dazu lernen und haben zusammen mit diversen Cracks die passenden Lösungen gefunden. Unsere Ausdauer, die Vision immer vor Augen und die ungebrochene Lust am Entwickeln brachten uns dann letztendlich zum Ziel.

Hattest du während der Entwicklungszeit des Stromer V1 und auch danach einen Mentor, der dich immer wieder motiviert hat? Falls ja, wer war das und wie hat er dich unterstützt?

Es gab zwei Personen, die ich an dieser Stelle gerne erwähnen möchte. Ernst Thomke, der Erfinder von Swatch war für mich Mentor und Vertrauter gleichzeitig. Er investierte nicht nur in meine Idee, sondern begleitete mich immer mit aufbauender Kritik. Das war für mich sehr wichtig. Andy Rihs, der inzwischen leider verstorben ist, spielte dabei ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Er stand mir immer als Motivator und Unterstützer zur Seite.

Von welchen Produkten oder Unternehmungen hast du dich bei der Entwicklung des V1 inspirieren lassen und weshalb?

Apple war für mich immer ein grosses Vorbild. Stromer sollte deshalb das iPhone unter den E-Bikes werden. Aus meiner Sicht ist uns das sehr gut gelungen. Ich habe grosse Achtung davor, wie Apple diesen langen Höhenflug halten konnte, denn das iPhone gibt es schon seit 11 Jahren. Eine beachtliche Erfolgsgeschichte.

Nehmen wir an, du könntest die Zeit zurückdrehen, was würdest du anders machen?

Überhaupt gar nichts würde ich ändern. Ich bin extrem stolz auf das, was wir erreicht haben und Stromer bereitet mir sehr grosse Freude. Fehler sind im Innovationsprozess ein ganz wichtiger Faktor, wer keine Fehler macht, der wird nie am Ziel ankommen. Davon bin ich fest überzeugt.

Wie entstand eigentlich der Name Stromer und steckt ein tieferer Sinn dahinter?

Um ehrlich zu sein, benötigten wir keinen grossen und langen Kreativitätsprozess, um unseren Namen zu finden. Er ergab sich sehr rasch als wir mit der Entwicklung unseres Bikes begannen. Stromer impliziert ganz einfach zwei Attribute, die uns wichtig waren: Kraft und Power dank Strom. Drive the difference!